Anlässlich des Equal Pay Day 2026 fand am 27. Februar eine kostenfreie Veranstaltung der Volkshochschule Odenwaldkreis in Kooperation mit den Gleichstellungsbeauftragten des Odenwaldkreises sowie dem Institut für Wirtschaft, Arbeit und Klima (IWAK) Frankfurt statt. Unter dem Motto „Empowerment und Vernetzung für eine inspirierende Zukunft im ländlichen Raum“ stand die Entgeltgleichheit von Frauen und Männern im Mittelpunkt.
Seit 2008 macht der Equal Pay Day bundesweit auf die bestehende Lohnlücke aufmerksam. Dass der Equal Pay Day auf den 27. Februar fällt, ist kein Zufall, sondern eine rechnerische Folge der aktuellen Lohnlücke. Maßgeblich ist die unbereinigte Lohnlücke im Bruttostundenlohn von Frauen und Männern. Verändert sich die Lohnlücke, verschiebt sich entsprechend auch das Datum des Aktionstags.
Diese Tatsache unterstreicht erneut die anhaltende strukturelle Ungleichheit bei der Bezahlung und macht deutlich, dass weiterhin politischer und gesellschaftlicher Handlungsbedarf besteht.
Auch im Odenwaldkreis wurde die Frage diskutiert, wie sich die Situation regional darstellt und welche strukturellen Herausforderungen insbesondere Frauen im Berufsleben begegnen. Mit der Impulsreihe für Frauen setzen die Veranstalterinnen und Veranstalter ein klares Zeichen für Empowerment, Vernetzung und die Stärkung weiblicher Führungskräfte in der Region.
Als Führungskraft in Teilzeit berichtete die Leiterin der Personalabteilung des Gesundheitszentrum Odenwaldkreis (GZO), Frau Michèle Schmiedel, über ihre Erfahrungen im Berufsalltag, notwendige strukturelle Voraussetzungen und den Mehrwert flexibler Arbeitsmodelle für Unternehmen und Mitarbeitende. „Führung in Teilzeit funktioniert, wenn Verantwortung klar definiert ist, Prozesse gut strukturiert sind und Vertrauen im Team gelebt wird. Flexible Modelle sind kein Kompromiss, sondern ein Gewinn – für Unternehmen und Fachkräfte gleichermaßen“, betont Michèle Schmiedel.
Deutlich wurde im Austausch, dass Führung in Teilzeit kein Widerspruch sein muss, sondern – bei entsprechender Unternehmenskultur und gegenseitigem Vertrauen – erfolgreich umgesetzt werden kann. Gleichzeitig wurde betont, wie wichtig strukturelle Rahmenbedingungen, Entgelttransparenz und verlässliche Netzwerke sind, um langfristig mehr Chancengleichheit zu erreichen.
Mit der Teilnahme unterstreicht das GZO sein Engagement für Gleichstellung, Transparenz und zeitgemäße Führungsstrukturen. Am GZO sind insgesamt 963 Frauen beschäftigt – ein deutliches Zeichen für die zentrale Rolle der Frauen im Unternehmen.
Weitere Informationen:
Michèle Schmiedel, Leiterin Personalabteilung
Email: michele.schmiedel@gz-odw.de
Tel.: 06062 79-2200
www.gz-odw.de